Was sind Werbungskosten?

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Das Einkommensteuergesetz schreibt zum Thema Werbungskosten sehr sachlich: „Werbungskosten sind Aufwendungen und Ausgaben, die bei Überschusseinkünften zur Geltung kommen und für die Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen. Auf Deutsch heißt das, dass man Ausgaben steuerlich geltend machen kann, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit stehen.

Dies können zum Beispiel sein:

• Kosten für doppelte Haushaltsführung
• Fahrtkosten von und zur Arbeitsstätte
• Ausgaben für Berufskleidung
• Bürobedarf
• Schulbedarf
• Arbeitszimmer
• Auto
• Telefongebühren
• Internetgebühren
• Geschäftsessen
und vieles mehr.

Werbungskosten entstehen im Übrigen bei folgenden Einkunftsarten:

1. Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit
2. Einkünfte aus Kapitalvermögen
3. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
4. Sonstige Einkünfte

Um die steuerlich relevanten Einkünfte zu ermitteln, sind die Werbungskosten von den Einnahmen abzuziehen. Angerechnet werden können Werbungskosten allerdings nur dann, wenn sie den Werbungskostenpauschbetrag übersteigen. Dieser liegt bei nicht selbstständiger Arbeit bei 920 Euro im Jahr, der bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt wird. Wer Versorgungsbezüge erhält, kann nur über einen Pauschbetrag von 102 Euro im Jahr verfügen.

Handelt es sich bei den Werbungskosten um geringwertige Wirtschaftsgüter, sprich, haben diese Anschaffungen einen Wert von nicht mehr als 410 Euro (ohne USt.), dann können die Kosten in voller Höhe im selben Jahr abgesetzt werden. Liegt der Wert darüber und werden die Gegenstände längere Zeit genutzt, werden sie auch auf mehrere Jahre angerechnet. Wird ein Gegenstand beispielsweise drei Jahre genutzt, wird in drei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils ein Drittel als Werbungskosten geltend gemacht.

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