Recht auf Auszahlung von Überstunden?

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Überstunden kann ein Arbeitgeber nur verlangen, wenn dies im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in der Betriebsvereinbarung eindeutig festgelegt ist. Besteht keine Vereinbarung, kann der Arbeitnehmer Überstunden verweigern. Allerdings darf der Arbeitgeber auch ohne Vereinbarung Überstunden fordern, wenn ohne diese eine Gefahr für den Betrieb bzw. für den betrieblichen Arbeitsablauf bestehen würde.

Auch wie mit anfallenden Überstunden verfahren wird, muss der Vertrag regeln. Dort kann sowohl die Ausbezahlung festgehalten werden, wie der Freizeitausgleich. Wird festgelegt, dass Überstunden ausbezahlt werden, sind diese in Höhe der normalen Vergütung zu begleichen. Zuschläge müssen gesondert geregelt werden. Besteht die Regel, dass sämtliche Überstunden mit dem herkömmlichen Gehalt abgegolten sind, ist dies unwirksam.

Viele Arbeitgeber verlangen, dass der Arbeitnehmer ein Arbeitszeitkonto führt, das bis zu einem gewissen Stand im grünen Bereich ist. Das heißt, dass der Arbeitnehmer selbst entscheiden kann, wann er den Ausgleich vornimmt. Der gelbe und vor allem der rote Bereich besagen, dass die Überstunden zeitnah bzw. sofort ausgeglichen werden müssen.

Sofern also nicht vertraglich vereinbart, hat kein Arbeitnehmer das Recht auf Auszahlung der Überstunden.

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