In 7 Schritten, mehr Gehalt im neuen Job

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Mit dem neuen Job verbinden sich viele Erwartungen: Neue Aufgaben, nette KollegInnen, Zukunftsperspektiven im Unternehmen und nicht zuletzt ein gutes und vor allem besseres Gehalt als im vorherigen Job.

 

Doch insbesondere die letzte Erwartung erfüllt sich nicht immer: Zwar sind die neuen Aufgaben spannend und fordernd und die neuen KollegInnen freundlich, doch das Gehalt gibt wenig Grund zur Freude, denn es ist genauso hoch wie bisher.

 

Was also kann man tun, damit der neue Job auch in punkto Gehalt eine Steigerung verspricht? Klar ist, dass bereits im Vorstellungsgespräch einige Regeln beachtet werden sollten:

In 7 Schritten zu mehr Gehalt im neuen Job

Tipp 1: Bereiten Sie sich vor!
Tipp 2: Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch!
Tipp 3: Verlangen Sie in jedem Fall mehr Gehalt!
Tipp 4: Pokern Sie ein bisschen höher!
Tipp 5: Bleiben Sie realistisch!
Tipp 6: Setzen Sie sich Ziele!
Tipp 7: Seien Sie selbstbewusst!

Tipp 1: Bereiten Sie sich vor!

Die wichtigste Regel zuerst: Ein Bewerbungsgespräch muss vorbereitet werden. Dies betrifft auch das Thema Gehalt. Beziehen Sie eine eindeutige Position während des Gesprächs, lassen Sie sich nicht von der Frage nach Ihrer Gehaltsvorstellung überraschen und weichen Sie nie auf schwammige Antworten aus. Wenn Sie gut und fair verhandeln macht das außerdem Eindruck auf Ihren potenziellen zukünftigen Chef: Dieser geht davon aus, dass Sie sich für das Unternehmen ebenso erfolgreich einsetzen.

Tipp 2: Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch!

Im Joballtag ist das Thema Gehaltssteigerung oft ein Reizthema. Viele Chefs winken bereits beim ersten Vorstoß eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin ab. Sie verweisen auf die „schwierige wirtschaftliche Lage des Unternehmens“ oder lassen das Gespräch mit einem unklaren „Darüber reden wir später!“ ins Leere laufen.
Umso wertvoller ist die Chance des Vorstellungsgesprächs. Während dieses Erstkontakts zwischen potenziellem Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist es selbstverständlich, dass das Thema Gehalt zur Sprache kommt. In der Regel wird es im Verlauf des Gesprächs sogar vom Unternehmen selbst angesprochen. In vielen Fällen werden BewerberInnen auch aufgefordert, schon im Bewerbungsschreiben ihre Gehaltsvorstellungen zu nennen.

Sollte das Thema vom potenziellen zukünftigen Arbeitgeber konsequent gemieden werden, scheuen Sie sich nicht, selbst die Initiative zu ergreifen! Spätestens am Ende des Bewerbungsgesprächs dürfen Sie sich nach dem Gehalt erkundigen.

Tipp 3: Verlangen Sie in jedem Fall mehr Gehalt!

Gründe, den Job zu wechseln, gibt es viele. Nicht immer spielt der Wunsch nach mehr Gehalt die entscheidende Rolle. Sehr häufig geht es darum, sich inhaltlich weiterzuentwickeln und neue berufliche Herausforderungen zu meistern. In diesen Fällen spielt die Aussicht auf ein höheres Gehalt nur eine untergeordnete Rolle. Doch selbst wenn der Grund für Ihre Bewerbung auf eine neue Stelle inhaltlicher Natur ist: Fordern Sie im Bewerbungsgespräch auf jeden Fall ein höheres Gehalt als Ihr bisheriges! So zeigen Sie Ihren Wert für das neue Unternehmen, signalisieren, dass Sie sich beruflich weiterentwickeln wollen und haben, sollten sich Ihre Gehaltsforderungen nicht durchsetzen und Sie zunächst genauso viel wie im alten Job verdienen, eine gute Ausgangsbasis für spätere Gehaltsverhandlungen.

Tipp 4: Pokern Sie ein bisschen höher!

Zwar sollten die Gehaltvorstellungen nicht in schwindelnde Höhen steigen und die Erwartungen realistisch bleiben, dennoch können BewerberInnen beim Vorstellungsgespräch eine etwas höhere Summe nennen als sie tatsächlich erwarten. Dies macht Verhandlungen möglich und kann im besten Fall zu einer Win-Win-Situation auf beiden Seiten führen: Der potenzielle Arbeitgeber hat Ihre ursprüngliche Gehaltsvorstellungen herunter gehandelt, Sie haben Ihr Gehaltsziel erreicht und sich zudem noch kompromissfähig gezeigt.

Tipp 5: Bleiben Sie realistisch!

Das Vorstellungsgespräch bietet optimale Möglichkeiten, das Thema Gehalt anzusprechen. Diese Chance kann jedoch durch überzogene Verdienstvorstellungen zunichte gemacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Nennung des Wunschgehalts realistisch zu bleiben. Andernfalls haben Sie alle Verhandlungsspielräume bereits von Beginn an vergeben und hinterlassen einen schlechten Eindruck, der zudem Ihre grundsätzlichen Chancen auf die Stelle gefährden kann.

Als Richtschnur für angemessene Forderungen dient das Folgende: Ist der neue Job in Position und Verantwortung mit der alten Stelle vergleichbar, setzen Sie Ihre Gehaltsvorstellung um fünf bis zehn Prozent höher an als Ihr bisheriges Gehalt. Würden Position und Verantwortung im Gegensatz zum alten Job deutlich steigen, können Sie bis zu 25 Prozent mehr Gehalt fordern.

Tipp 6: Setzen Sie sich Ziele!

Bereits im Vorfeld des Bewerbungsgesprächs sollten Sie sich für das Thema Gehalt eine Strategie überlegen, die sowohl eine minimale und maximale Verdiensthöhe als auch eine Alternative einschließt. Das Maximalziel ist die Höhe, die im Gehaltspoker genannt wird und anschließend nach unten verhandelt werden kann. Auch hier gibt es eine Grenze, die nicht unterschritten werden darf. Begründen Sie Ihre Gehaltsvorstellung mit Ihrem Profil und den Anforderungen des neuen Jobs und verkaufen Sie sich nicht unter Wert!

Um dem potenziellen Arbeitgeber dennoch entgegenzukommen und zudem Kompromissbereitschaft zu signalisieren, sollten Sie sich außerdem ein Alternativziel stecken: Liegt die Höhe des Verdienstes unter Ihren Erwartungen, erscheint der Job jedoch ausreichend attraktiv, einigen Sie sich mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber darauf, das Gehalt zu kompensieren. Das kann etwa durch die Teilnahme an Weiterbildungen oder Prämienzahlungen geschehen. Außerdem können Sie eine verbindliche Zusage über neue Gehaltsverhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. nach Ablauf der Probezeit, vereinbaren.

Tipp 7: Seien Sie selbstbewusst!

Nur wer selbstbewusst (ver)handelt, verdient angemessen. Diesen Grundsatz sollten insbesondere diejenigen beherzigen, die Hemmungen haben, über Gehaltsfragen zu sprechen. Es liegt an Ihnen, aufzuzeigen, welchen Mehrwert Sie für das Unternehmen darstellen. Dies ist kein Aufruf zu überzogener Selbstdarstellung. Vielmehr gilt: Seien Sie realistisch und kompromissbereit.

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1 Kommentar

  1. Thomas Carle -  14. Januar 2011 - 14:47:33 365

    Diese 7 Schritte sind kurz, kompakt und sehr verständlich. Mir haben sie viel gebracht und ich konnte mich sehr gut vorbereiten.

    Thomas

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