Durchschnittsgehalt

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Das so genannte Durchschnittsgehalt bezieht sich auf das durchschnittliche Einkommen aller Arbeitnehmer bundesweit.

Um das Durchschnittsgehalt zu ermitteln, werden jährlich Lohnsteuer-Statistiken ausgewertet. Derzeit liegt das Durchschnittsgehalt bei etwa 40.600 Euro, wobei der Begriff „Durchschnitt“ irreführend ist. Denn den so genannten Durchschnittsverdiener gibt es kaum noch, da die Kluft zwischen den Groß- und Geringverdienern stetig zunimmt. So kann von einer Mittelschicht, die sich ja durch ein durchschnittliches Einkommen auszeichnen sollte, kaum noch die Rede sein. Zahlreichen Geringverdienern bleibt dadurch nur ein Bruchteil dessen, was einige wenige Millionäre verdienen.

Doch wie sind solche Einkommensunterschiede zu erklären?
Zunächst einmal sind branchenspezifische Unterschiede zu beobachten. Traditionell wird die Arbeit in Wirtschafts- oder IT-Branchen besser bezahlt als in anderen Berufsfeldern. Abhängig ist das Einkommen darüber hinaus auch vom Alter sowie vom Geschlecht des Arbeitnehmers. Es ist auffällig, dass Männer trotz gleicher Arbeit ein höheres Gehalt beziehen.

Besonders deutlich werden die Einkommensunterschiede unter Berücksichtigung der regionalen Herkunft. Das Ost-West-Gefälle besteht weiterhin, so dass das Einkommen eines Arbeitnehmers aus den Neuen Bundesländern teilweise bis zu 30% geringer ausfallen, als das seines Kollegen in den Alten Bundesländern.

Trotz dieser Ungenauigkeiten ist das Durchschnittsgehalt beispielsweise in persönlichen Gehaltsverhandlungen ein beliebter Anhaltspunkt. Auch öffentliche Tarifverhandlungen, die beispielsweise von Gewerkschaften unterstützt werden, orientieren sich an diesen Trends. Darüber hinaus richten sich zahlreiche gesetzliche Versicherungen nach der Höhe des Durchschnittseinkommens. Dazu zählen der Index der Rentenversicherung, die Beitragsbemessungs- sowie Versicherungspflichtgrenze der Krankenkassen sowie auch die Höhe des Arbeitslosengeldes II.

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