Zahnarzt

Berufsbild Zahnarzt


Das Berufsbild Zahnarzt umfasst die Prävention, Diagnose und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Zahnärzte arbeiten in Zahnarztpraxen und in Kliniken sowie in der Entwicklung und Forschung, in der Pharmaindustrie oder an Hochschulen. Die Tätigkeiten eines Zahnarztes schließen die Beratung und Information von PatientInnen, die Diagnose, die zahnärztliche Behandlung sowie chirurgische Eingriffe und kieferorthopädische Behandlungen ein. Welche Voraussetzungen fordert der Beruf Zahnarzt? Zahnärzte müssen hohe feinmotorische Fähigkeiten besitzen, um mit den hochkomplexen zahnmedizinischen Apparaturen umgehen zu können. Dies erfordert zudem eine ausgeprägte sensorische Wahrnehmung. Für den Umgang mit PatientInnen brauchen Zahnärzte Geduld und Einfühlungsvermögen. Das mitunter lang anhaltende konzentrierte Arbeiten, auch unter Zeitdruck, kann nur mit einer guten physischen Gesundheit erledigt werden. Schließlich sollten Zahnärzte die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen mitbringen, was auch die Bereitschaft zur kontinuierlichen Teilnahme an Fortbildungen und zu fachwissenschaftlicher Lektüre einschließt. Nur so können sie ihre PatientInnen gemäß neuster Entwicklungen behandeln.

Ausbildung Zahnarzt

Das Studium der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, umgangssprachlich kurz Zahnmedizin, kann in Deutschland an etwa 30 Universitäten studiert werden. Interessierte müssen sich bei der Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) bewerben. Diese vergibt die Studienplätze nach Numerus Clausus. Zunehmend suchen sich Hochschule in mehrschrittigen Verfahren ihre Studierenden auch eigenständig bzw. in Zusammenarbeit mit der ZVS aus. Das Studium gliedert sich in den vorklinischen und den klinischen Teil. Das vorklinische Studium vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen der Fächer Chemie, Biologie, Physik, Biochemie, Anatomie und Physiologie. Anschließend muss das Physikum abgelegt werden. Diese Prüfung berechtigt zum klinischen Studium und besteht aus schriftlichen sowie mündlichen Anteilen. Das klinische Studium beinhaltet u.a. die Fächer Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, Chirurgie, Zahnerhaltung und Zahnersatzkunde, Kieferorthopädie, Pathologie und Innere Medizin, Hygiene, Mikrobiologie, Pharmakologie sowie Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Am Ende des klinischen Studiums wird das Staatsexamen abgelegt. Es setzt sich aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen der einzelnen Fächer zusammen. Mit Bestehen des Staatsexamens erhält man die Approbation. Nach dem Studium folgt in der Regel eine zweijährige Assistenzzeit. Anschließend kann man sich als Zahnarzt niederlassen, eine eigene Praxis eröffnen, eine bestehende übernehmen, in einer Zahnklinik tätig werden oder auch in die Forschung gehen.

Weiterbildung

Zahnärzte können sich mit Weiterbildungen auf einen bestimmten Fachbereich spezialisieren, etwa auf Kinderzahnmedizin, Parodontologie, Endontologie, Implantologie oder ästhetische Zahnmedizin. Zudem haben Masterstudiengänge für Zahnärzte das Weiterbildungsspektrum deutlich erweitert.
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1 Kommentar

  1. Stefan -  19. August 2010 - 14:07:15 248

    Entscheidend für das Gehalt von Zahnärzten ist letzlich der Anteil an Privatpatienten bzw. das Angebot an IGeL-Leistungen (wie z.B professionelle Zahnreinigung)

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