Krankenpfleger

Berufsbild Krankenpfleger


Die korrekte Berufsbezeichnung für Krankenpfleger ist Gesundheits- und Krankenpfleger. Krankenpfleger arbeiten in Kliniken, Allgemeinkrankenhäusern, in Pflegeheimen, in der Alten- und Behindertenhilfe, in Hospizen, in ambulanten sozialen Diensten oder in Rehabilitationseinrichtungen. Die Aufgaben eines Krankenpflegers gehen weit über die Pflege hinaus. Krankenpfleger betreuen und beraten auch, beobachten den Gesundheitsfortschritt ihrer PatientInnen und stellen Diagnosen. Sie assistieren den ÄrztInnen während der Untersuchungen, übernehmen eigene medizinische Handlungen und Therapien und sind zudem für die gesamte Dokumentation und Evaluation des Pflegeprozesses eines Patienten/einer Patientin verantwortlich. Krankenpfleger sind das Bindeglied zwischen ÄrztInnen, PatientInnen und Angehörigen. Krankenpfleger arbeiten sowohl in der stationären als auch der ambulanten Pflege und sind in alle medizinischen Fachbereichen tätig, in denen sie sowohl präventive als auch rehabilitative, kurative und palliative Maßnahmen durchführen. Was sind die Voraussetzungen für den Beruf Krankenpfleger? Natürlich muss ein großes Interesse an Medizin, Pflege und den Umgang mit Menschen aller Altersklassen vorhanden sein. Krankenpflege ist ein typischer Teamberuf, so dass Interessenten gern und gut im Team arbeiten und dabei auch zu Schichtdiensten, Nacht- und Wochenenddiensten bereit sein müssen. Dies, sowie der Umgang mit Menschen unterschiedlicher Gesundheits- und Krankheitsphasen, erfordert sowohl eine hohe physische als auch psychische Belastbarkeit. Schließlich muss angehenden Krankenpflegern bewusst sein, dass neben pflegerischen Tätigkeiten auch pflegedienstbezogenen Organisations- und Verwaltungsaufgaben erledigt werden müssen.

Ausbildung Krankenpfleger

Ausbildungsvoraussetzung ist die Mittlere Reife. Hauptschulabsolventen können sich dann um einen Ausbildungsplatz bewerben, wenn sie eine mindestens zweijährige Berufsausbildung haben oder eine einjährige Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflege nachweisen. Die Ausbildung wird von Krankenpflegeschulen angeboten, die die fachliche und persönliche Eignung der Bewerber in einem mündlichen Bewerbungsgespräch prüfen. Einige Schulen führen außerdem schriftliche Aufnahmetests durch. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual organisiert. Theoretischer Unterrichtsphasen wechseln sich mit praktischen Phasen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen ab. Inhalte der Ausbildung sind u.a. Medizin, Gesundheits- und Krankenpflege für Menschen aller Altersgruppen, Hygiene, Diagnostik und Therapie sowie Naturwissenschaften und Recht. Die Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger erfolgt über eine Spezialisierung im zweiten Ausbildungsjahr. Die Ausbildung endet mit dem schriftlichen, mündlichen und praktischen Examen.

Weiterbildung

Weiterbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege enden immer mit neuen oder erweiterten Berufsbezeichnungen. Gesundheits- und Krankenpfleger lassen sich z.B. zu Sonderfachkräften in den einzelnen medizinischen Fachbereichen ausbilden. Außerdem steht ihnen eine Ausbildung zum Fachwirt für Alten- und Krankenpflege bzw. zum Betriebswirt im Sozial- und Gesundheitswesen offen. Als dritter Weg kann ein Studium angeschlossen werden. Fachhochschulen und Universitäten bieten neben Medizin eine Reihe weiterer verwandter Studienfächer an, etwa Medizininformatik, Pflegepädagogik oder Sonderpädagogik.
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