Koch

Berufsbild Koch


Köche bereiten alle Arten von Gerichten zu, richten diese an und organisieren die Arbeitsabläufe in der Küche. Sie sind auch für den Einkauf und die Lagerung der Lebensmittel verantwortlich sowie die Zusammenstellung von Speiseplänen. Die Tätigkeitsbereiche für Köche sind vielfältig: Sie können in Restaurants, Hotels, Pensionen, Kantinen, Krankenhäusern, Altenheimen, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen oder Catering-Unternehmen arbeiten, aber genauso in Jugendherbergen oder auf Kreuzfahrtschiffen eine Beschäftigung finden. Zudem sind Köche in der Nahrungsmittelindustrie tätig, beispielsweise bei Herstellern von Fertigprodukten oder Tiefkühlkost. Welche Voraussetzungen fordert der Beruf Koch? Natürlich müssen angehende Köche einen guten Geschmacks- und Geruchssinn haben. Zudem ist ein grundsätzliches Interesse an Lebensmitteln und der Zubereitung von Speisen unabdingbar. Allerdings sollten Köche auch über gute Rechenfähigkeiten verfügen, denn häufig müssen Rezepte auf eine bestimmte Personenzahl abgestimmt sein und Menüs kalkuliert werden. Physische und psychische Belastbarkeit sind weitere Grundvoraussetzungen, denn das Arbeiten in der Küche, unter Zeitdruck und oft auf engem Raum, ist häufig stressig. Dazu muss ein Koch auch gerne und gut im Team arbeiten. Schließlich sollte er die Bereitschaft zu späten Arbeitszeiten und Wochenenddiensten mitbringen. Dies betrifft Auszubildende unter 18 Jahren jedoch nur bedingt, denn während der Ausbildungszeit gelten die Regeln des Jugendarbeitsschutzes.

Ausbildung Koch

Für die Aufnahme einer Ausbildung zum Koch ist rechtlich keine bestimmte schulische oder berufliche Ausbildung vorgegeben. Die Ausbildung wird dual absolviert und dauert drei Jahre, kann mit Abitur oder einer bereits erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung jedoch um sechs Monate oder ein Jahr verkürzt werden. Bis zu einem Viertel der Ausbildung darf im Ausland absolviert werden. Inhalte der Ausbildung im ersten Jahr sind u.a. Ernährungslehre, Hygiene, die Rezeptur und die Zubereitung von einfachen Speisen und Getränken, die Prüfung und Lagerung von Waren, Empfang, Betreuung und Beratung von Gästen sowie fremdsprachliche Fachausdrücke. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden u.a. die Zubereitung und das Anrichten von Suppen, Salaten, Gemüse, Wild, Geflügel, Schalen- und Krustentiere sowie Süßspeisen und Desserts, die Annahme von Bestellungen, den Umgang mit Reklamationen sowie anlassbezogenen Dekorationen. Während der gesamten Ausbildung wird auch die Wirtschaftlichkeit und Kalkulation von Speisen und Menüs sowie die Erstellung von Preisen und Angeboten vermittelt. Die Ausbildung endet mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Nach der Ausbildung arbeitet ein Koch in der Regel zunächst als Koch unter anderen bevor er zum Postenchef, schließlich zum Vertreter des Küchenchefs oder sogar zum Küchenchef selbst aufsteigen kann. Zudem kann sich ein Koch direkt im Anschluss an die Ausbildung selbstständig machen und etwa ein Restaurant eröffnen. Dazu benötigt er keine weitere Qualifizierung oder Ausbildung.

Weiterbildung

Köche können sich vielfältig weiterbilden. Dies schließt zunächst Spezialisierung in einer bestimmten Richtung ein, beispielsweise als Gardemanger, Saucier oder Pâtissier. Außerdem können Köche sich zum Meister weiterqualifizieren und zwar sowohl zum Küchenmeister als auch zum Meister einer benachbarten Disziplin, etwa Bäcker. Schließlich besteht die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Hotelfachmann oder Hotelbetriebswirt anzuschließen oder sich selbstständig zu machen
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