Kindergärtner

Berufsbild Kindergärtner


Die korrekte Berufsbezeichnung für Kindergärtner ist Erzieher. Der veraltete Begriff Kindergärtner bezieht sich auf Erzieher, die in Kindergärten, Kinderläden und im Hort arbeiten.

 

Die Tätigkeiten eines Erziehers sind jedoch weitaus breiter gefasst: Erzieher sind auch in Einrichtungen für Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen beschäftigt, arbeiten mit Menschen mit psychischen Erkrankungen, in der Kinder- und Jugend- sowie Familienhilfe, in Familienberatungsstellen, in Suchtberatungsstellen, in Freizeiteinrichtungen für Kinder- und Jugendliche sowie in Sonderschulen bzw. Integrationsschulen.

 

Jobs & Stellenangebote als Kindergärtner
Erzieherin (m/w) für Kinderkrippe
AWO München-Stadt in München
Erzieher (m/w/d) als Gruppenleitung für das Haus für Kinder Admiralbogen
AWO München-Stadt in München
Erzieher (m/w/d)
Ev.-luth. Pfarramt Zwenkau in Zwenkau
Erzieher (m/w) für die Kinderkrippe
AWO München-Stadt in München
Erzieher/innen für ein Kinderhaus
Montessori Bildungshaus Hannover gGmbH in Groß Buchholz

 

Die Aufgaben eines Erziehers richten sich nach dem jeweiligen Beschäftigungsfeld.

Kindergärtner arbeiten in Kinderläden und Kindergärten mit Kindern im Kleinkindalter bis zum Grundschulalter. Sie entwickeln, in Abhängigkeit vom Alter der Kinder, Betreuungsangebote, die auch Sport und Lerneinheiten einschließen. Sie begleiten die Entwicklung der Kinder, beobachten und fördern die geistige, physische und soziale Entwicklung der Kinder, bereiten diese auf den Schuleintritt vor und geben Eltern Rückmeldungen über die Entwicklung ihres Kindes.

 

Es gibt eine Reihe pädagogisch spezialisierte Kindergärten, die jeweils eigene pädagogische Programme umsetzen. So gibt es etwa Waldorfkindergärten, Montessori-Kindergärten oder Waldkindergärten.

 

Was sind Voraussetzungen für den Beruf Kindergärtner?

Angehende Erzieher, die im Kindergarten arbeiten wollen, müssen sich für Pädagogik im Allgemeinen und Frühkindliche Pädagogik im Besonderen Interessieren. Sie sollten bereit sein, sich nicht nur praktischen Wissen anzueignen, sondern ebenfalls umfangreiches theoretisches Wissen, um die altersgerechte Entwicklung des Kindes optimal begleiten und fördern zu können. Kindergärtner müssen eine genaue Beobachtungsgabe haben, geduldig sein und über sehr gute Kommunikationsfähigkeiten verfügen, die sie nicht nur im Umgang mit den Kindern, sondern ebenfalls im Austausch mit den Eltern unter Beweis stellen. Schließlich sollten Erzieher gut und gerne mit anderen zusammenarbeiten, denn Kindergartenarbeit ist Teamarbeit.

 

Ausbildung Kindergärtner

Eine Ausbildung zum Kindergärtner existiert nicht. Vielmehr führt der Weg zum Beruf Kindergärtner über eine Erzieherausbildung. Diese ist in Deutschland Ländersache und daher nicht einheitlich organisiert. Die Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung zum Erzieher variieren. Zwar erwartet ein Großteil der Ausbildungsträger die Mittlere Reife, einige Bundesländer fordern jedoch auch Abitur oder Fachhochschulreife und einige wenige bilden Erzieher in Bachelorstudiengängen aus.

 

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die theoretische Ausbildung wird durch praktische Einsätze, etwa in Kindergärten oder Einrichtungen der Heilpädagogik, ergänzt.

 

In der zweiten Ausbildungshälfte spezialisieren sich die Auszubildenden auf einen Fachbereich. Die Fachbereiche werden von den Bildungsträgern selbst festgelegt. Den Schwerpunkt Frühkindliche Pädagogik, und damit die Qualifizierung für eine Tätigkeit als Kindergärtner, bieten alle Fachschulen an.

 

Inhalte der Ausbildung

sind u.a. Pädagogik, Frühkindliche Pädagogik, Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik, Didaktik, Methodik, Soziologie, Psychologie, Sozialrecht, Jugendrecht und Familienrecht.

 

Nach zwei Jahren wird die Ausbildung in der Praxis mit dem Anerkennungsjahr fortgesetzt. Nach erfolgreichem Abschluss und dem Bestehen der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung wird die Bezeichnung „staatlich anerkannter Erzieher“ vergeben.

 

Weiterbildung

Kindergärtner können sich über Weiterbildungen in bestimmten Fachbereichen spezialisieren, etwa Sportpädagogik oder Musikpädagogik. Sie haben auch die Möglichkeit, sich zum Leitungspersonal weiterzubilden und anschließend Kindergärten oder Horte zu leiten. Als dritte Option steht Kindergärtner ein fachverwandtes Studium an einer Universität oder Fachhochschule offen, etwa Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik oder Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaften.
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