Fluglotse

Berufsbild Fluglotse


Fluglotsen sind Dirigenten der Lüfte. Sie kontrollieren, organisieren und sichern den Luftverkehr eines Landes. Fluglosten arbeiten in Towern, im Kontrollzentrum und im Flugfunkdienst auf Flughäfen, in der öffentlichen Verwaltung, bei Luftfahrtbehörden und Behörden der deutschen Flugsicherung und sind außerdem bei der Bundeswehr angestellt. Fluglotsen unterstützen die Flugzeugbesatzung vor und während des Fluges sowie bei der Landung. An Radarschirmen und über den Flugfunkdienst kontrollieren und sichern sie den Verkehrsablauf in der Luft. Fluglotsen koordinieren die Nutzung von Start- und Landebahnen, halten zwischen Boden und Bord Kontakt, sammeln kontinuierlich Informationen des Wetterdienstes und betreuen die PilotInnen meteorologisch. Außerdem sind Fluglosten Entscheidungsträger bei Gefahrenlagen, etwa Turbulenzen, Triebwerksstörungen oder medizinischen Notfällen an Bord. In solchen Fällen müssen sie am Boden alle Vorbereitungen für eine schnelle Landung treffen und unter Umständen andere Flüge umleiten bzw. warten lassen. Fluglosten werden in zwei Fachrichtungen ausgebildet: Centerlotsen und Towerlotsen. Während Towerlotsen den Luftverkehr auf Flughäfen und den Luftraum in unmittelbarer Flughafennähe überwachen, sind Centerlosten für die Kontrolle des Luftraums außerhalb der unmittelbaren Flughafennähe verantwortlich. Was sind die Voraussetzungen für den Beruf Fluglotse? Fluglosten haben einen extrem stressigen Job. Sie müssen eine hohe physische und psychische Belastbarkeit nachweisen und in der Lage sein, über lange Zeit hochkonzentriert und sorgfältig zu arbeiten. In Gefahrensituationen, etwa Kontaktverlust zwischen Bord und Boden oder Unwetter, müssen sie Ruhe bewahren und schnelle und verantwortungsbewusste Entscheidungen treffen. Interessenten für das Berufsbild müssen fließend Englisch sprechen, eine sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzen, gern und gut im Team arbeiten und die Bereitschaft zu Schichtdiensten und Nachtdiensten mitbringen.

Ausbildung Fluglotse

Ausbildungsvoraussetzung für Fluglotsen ist Abitur. Außerdem müssen Bewerber einen psychologischen und medizinischen Eignungstest sowie einen Sprachtest in Englisch bestehen. Zudem gibt es Altersvorschiften: Bei Abschluss der Ausbildung müssen die Auszubildenden mindestens 21 Jahre alt sein. Die Ausbildung zum Fluglotsen dauert zwischen 21 und 34 Monaten. Die theoretische Ausbildung wird an der Deutschen Akademie für Flugsicherung absolviert, die praktische Ausbildung findet an Simulatoren sowie an Betriebsstellen von Flugsicherung und Flugverkehrskontrolle statt. Die Ausbildung wird in einer der zwei Ausrichtungen durchgeführt:
  • Centerfluglotse (Ausbildungsdauer etwa 28 bis 34 Monate)
  • Towerfluglotse (Ausbildungsdauer etwa 21 bis 28 Monate)
Inhalte der Ausbildung sind u.a. Luftfahrtkunde, Luftverkehrsrecht, Flugverkehrskontrolle, Luftraumüberwachung, Navigation, Flugsimulation, Radartechnik, Flugsicherungstechnik, Not- und Ausfallverfahren, Sprech- und Flugfunk, Flugwetterkunde sowie Luftfahrtenglisch. Im Laufe der Ausbildung muss zunächst eine Prüfung zum Erwerb der Ausbildungslizenz bestanden werden. Anschließend wird die Ausbildung fortgesetzt und endet mit einer schriftlichen und praktischen zur Erteilung der Fluglotsenlizenz.

Weiterbildung

Fluglotsen können sich über Weiterbildungen spezialisieren, etwa im Bereich Radartechnik, Nachrichtentechnik oder Meteorologie. Als Studienfächer stehen ihnen insbesondere Ingenieurswissenschaften für Luft- und Raumfahrttechnik sowie Betriebswirtschaft im Bereich Verkehr zur Verfügung.
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